WinRobots-FAQ
1. Über die Software WinRobots
1.1 Wann und wozu wurde WinRobots entwickelt?
1.2 Was sind die Vorteile von WinRobots?
1.3 Was sind die Nachteile von WinRobots?
1.4 Mit welchen Betriebssystemen ist WinRobots kompatibel?
1.5 Bekannte Probleme von WinRobots
1.1 Wann und wozu wurde WinRobots entwickelt?
Der Ursprung der WinRobots Software liegt in der Mitte der 90er Jahre. Damals stand die Aufgabe, ein sog. "Recovery-Tool" für Computer zu entwickeln, die entweder direkt in ein Fernsehgerät intergriert waren oder als Zusatzgerät (Settop-Box) geliefert wurden. Dies sollte jedermann von Lieschen Müller bis Oma Erna den Zugang zu einfachen Computerfunktionen (Schreiben von Briefen und Mails, Senden von Faxen, Zeichnen, Datenbank, Berechnungen sowie Zugang zu Informationen und Unterhaltungsmedien via Internet) über ein bekanntes und vertrautes Gerät - eben den Fernseher - ermöglichen. Das Betriebssystem war Windows 95, und seine Funktionen waren jedermann zugänglich mit der Gefahr, daß diese unsachgemäß benutzt wurden (Dateien löschen, in Registrierung oder per Gerätemanager Schaden anrichten etc.). Für diesen Fall mußte es möglich sein, auf einfache Weise das Gerät wieder in einen funktionsfähigen Zustand zu versetzen. Konkret geschah das mit Hilfe einer Diskette (für den DOS-Part zur Neuinstallation des Betriebssystems), einer Windows95-CD und einer CD, welche die Setups der Anwendungssoftware enthielt. Aufgabe von WinRobots (es hieß damals noch nicht so) war es dabei, nach Installation des Betriebssystems dieses zu konfigurieren und die Anwendungssoftware neu zu installieren. Das erforderte im wesentlichen die Fähigkeiten, mit Dateien und Verzeichnissen umzugehen sowie die Setup-Programme zu starten und zu "bedienen", also die jeweiligen Steuerelemente (Schaltflächen, Menüpunkte, Listeneinträge, Textfelder etc.) zu erkennen, zu lokalisieren und die entsprechenden Operationen auszuführen (anklicken, Text lesen, Text eintragen, Tasten betätigen etc.). Diese Aufgabe wurde zu vollen Zufriedenheit des Auftraggebers gelöst. Allerdings handelte es sich damals bei den Steuerelemente nahezu ausschließlich um solche, die bereits unter dem 16-Bit-Windows existierten, so daß die Bedienung und Informationsbeschaffung dank spezieller Maßnahmen von Microsoft relativ einfach war. Die mit dem 32-Bit-Windows neu eingeführten Steuerelemente wie Listview, Treeview, Toolbar, Tabcontrol, Statusbar usw.) konnten damals noch nicht bedient werden. Das wurde erst Ende der 90er möglich. Im Laufe der Jahre wurde das eigentliche "Roboter-Programm" um vielfältige Funktionen erweitert und durch zahlreiche Hilfsprogramme ergänzt, wobei der Editor eine zentrale Rolle spielt. Mit ihm lassen sich die Steuerdateien (*.rem-Dateien mit einer Art Scriptsprache) nicht nur erstellen - zum großen Teil mit Hilfe der "gelben Liste" sogar einfach per Mausklick - sondern auch abspielen und in bestimmtem Umfang auch debuggen. Außerdem enthält er die Online-Hilfe mit ausführlichen Erläuterungen und zahlreichen Beispielen. Heute ist WinRobots ein universell nutzbares Automatisierungs-Tool, mit dem sich nahezu alle Benutzerhandlungen unter Windows per Software ausführen lassen.
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1.2 Was sind die Vorteile von WinRobots?
WinRobots bietet mit seinen über 800 Befehlen praktisch für jede Aufgabe eine weitgehend zugeschnittene Lösung, wodurch der Aufbau der Steuerscripte sehr kompakt und effizient gehalten werden kann. Die Hilfsprogramme (Editor, Windows Analyzer, Process Analyzer, Accessibility Analyzer und andere) sind ebenfalls sehr kompakt gehalten und verzichten auf überflüssige Schnörkel. Die Funktionalität hat absolute Priorität.
Die proprietäre Scriptsprache besteht aus Befehlen (drei Großbuchstaben) und einem durch Backslsh abgetrennten Datenteil mit dem ggf. notwendigen präzisierenden Informationen. Die Handhabung ist etwas gewöhnungsbedürftig, hat aber nach Einarbeitung den Vorteil großer Übersichtlichkeit und Effizienz (vor allem auch den Schreibaufwand betreffend). Mit Hilfe einer großen Anzahl von Abfragen können verschiedenste Parameter und Situationen erkannt und ausgewertet werden. Features wie Schleifen, Fallunterscheidung oder Unterroutinen erweitern das Einsatzgebiet vor allem für wiederholte Abarbeitung von Befehlen mit mehreren Zielobjekten. Besonders nützlich sind die "ForEachX" (FEX) Befehle, mit denen eine Anzahl von Zielobjekten behandelt werden kann, wobei "X" für Dateien in einem Verzeichnis, für Listeneinträge, Toolbar-Button, Treeview-Items und vieles mehr stehen kann.
Die "gelbe Liste" im Editor erlaubt es auf einfache Weise, die für ein Steuerelement gewünschte Handlung aus einer Angebotsliste auszuwählen und den zur Lokalisierung und Bedienung erforderlichen Code per Mausklick in den Editor einzufügen, wobei gleichzeitig eine Vorprüfung der Funktionsfähigkeit erfolgt und außerdem eine sofortige Testung möglich ist. Das ist insbesondere bei der Automatisierung von Installationen eine große Erleichterung.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist die Möglichkeit, für die zu erfüllende Aufgabe eine einzelne ausführbare Exe-Datei zu erstellen. Diese enthält alle notwendigen Komponenten (auch Dateien) und ist auch auf anderen Windows-Rechnern (ohne WinRobots) lauffähig.
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1.3 Was sind die Nachteile von WinRobots?
WinRobots orientiert sich primär an der Fensterstruktur von Microsoft Windows. Um seine Leistungsfähigkeit voll ausschöpfen und auch schwierige Aufgaben bewältigen zu können, ist neben der Kenntnis der Scriptsprache von WinRobots auch ein gewisses Grundverständnis dieser Fensterstruktur und der Arbeitsweise von Windows notwendig. Die mitgelieferten Hilfsprogramme geben dabei Unterstützung.
Wie bereits erwähnt, ist die Scriptsprache etwas gewöhnungsbedürftig, und die Befehlsanzahl von fast 800 erscheint vielleicht zunächst schockierend. Aber für einfache Aufgaben kommt der Einsteiger schon mit etwa 20 Befehlen ziemlich weit.
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1.4 Mit welchen Betriebssystemen ist WinRobots kompatibel?
WinRobots kann prinzipiell unter jedem Windows-Betriebssystem ab Windows 95 eingesetzt werden. Je nach Aufgabenstellung kann es unter den einzelnen Betriebssystem bestimmte Einschränkungen geben, wenn die entsprechende Funktionalität nicht unterstützt wird. Die volle Funktionalität steht nach bisherigen Erkenntnissen vor allem unter Windows 2000 und Windows XP zur Verfügung. Generell (und unabhängig vom Betriebssystem) wird empfohlen, die Möglichkeit der Problemlösung mit einer Testversion zu prüfen.
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1.5 Bekannte Probleme von WinRobots
Die Möglichkeiten von WinRobots sind zum einen durch das Betriebssystem, zum anderen aber auch durch die zu bedienende Software begrenzt. So kann z.B. ein Text nur dann gelesen werden, wenn das Programm, zu dem das entsprechende Fenster gehört, dies auch zuläßt. In der Regel ist das bei Programmen, die standardmäßige Windows-Steuerelemente verwenden, auch gegeben. Ausnahmen können dann auftreten, wenn "Eigenbau"-Steuerelemente eingesetzt werden, die zwar wie Windows-Steuerelemente aussehen, aber deren Funktionalität nur eingeschränkt unterstützen. Auch die Programmiersprache hat einen Einfluß. So kann es insbesondere bei in Delphi geschriebenen Programmen Probleme geben.
Browserfenster spielen eine zunehmende Rolle nicht nur im Zusammenhang mit dem Internet, sondern auch als Programmoberflächen. Hier versagt die Orientierung an der Fensterstruktur, deshalb muß sich WinRobots der "Active Accessibility" bedienen, einer Technologie, die von Microsoft für die Erleichterung der Computerbedienung durch behinderte Personen entwickelt wurde. In Browsern auf der Grundlage des Internet Explorers vom Microsoft können damit praktisch alle Aufgaben gelöst werden; andere Browser wie z.B. Firefox oder Opera unterstützen diese Technologie anders, nur teilweise oder gar nicht.
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