In seltenen Fällen kann es vorkommen, daß ein einzelner Buttonclick aufgrund
der aktuellen Konstellation nicht ausreicht, um das gewünschte Ergebnis
hervorzurufen, was sich dann auf den Programmablauf negativ auswirkt. Um
solche Fälle abzufangen, wurde der Befehl "BCS\" implementiert. Er gestattet es,
eine Mausaktivität (Klick) auf das aktuell lokalisierte Kindfenster (i.d.R. ein
Button) so lange zu wiederholen, bis entweder das gewünschte Ereignis
eingetreten oder eine TimeOut-Zeit abgelaufen ist. Danach wird das Programm
fortgesetzt. Dabei kann der Wiederholabstand eingestellt werden:
BCS\Click (Zahl)|Interval
(ms)|Bedingung (Zahl)|Timeoutzeit (s)
Click:
1 = "MEL"
2 = "MER"
3 = "MED"
4 = "MLC"
5 = "MRC"
6 = "MDC"
7 = "MLI"
8 = "MRI"
9 = "MDI"
Defaultwert bei fehlender Angabe = 1.
Interval:
Zeitabstand zwischen den Wiederholungen in ms; bei fehlender Angabe greift der Defaultwert von 250 ms;
Werte < 100 ms sind nicht zulässig.
Bedingung:
Das Programm wird immer fortgesetzt,
wenn das aktuelle Topfenster oder das
aktuelle Kindfenster nicht mehr existieren. Darüber hinaus können Sie folgende
Bedingungen festlegen:
1 = Kindfenster muß unsichtbar werden,
2 = Kindfenster muß disabled werden
oder
4 = Kindfensterbeschriftung muß
sich ändern.
Der Wert für "Bedingung" kann eine beliebige Kombination dieser Werte sein; sie
gilt dann als erfüllt, wenn eine der angegebenen Änderungen eingetreten ist.
Wurde die Bedingung erfüllt, läuft das Programm weiter.
Wenn der Datenteil leer
ist oder keine Angabe zur Bedingung vorliegt, gilt diese
als erfüllt, wenn eine der o.g. Veränderungen eingetreten ist (Default = 7).
Timeoutzeit:
Zeit in Sekunden,
für die maximal die Wiederholung des Mausklicks erfolgt
(Defaultwert bei fehlender Angabe = 15). Nach Ablauf dieser Zeit wird das TimeOut-Flag gesetzt, und das Programm läuft weiter. Mit "ITO\" können Sie
abfragen, ob ein TimeOut vorlag.
HINWEIS:
Wenn Sie nur einen bestimmten Wert
setzen wollen, müssen zumindest alle vorhergehenden Trennzeichen ("|") eingetragen sein. Für die restlichen Werte
wird dann die Default-Einstellung wirksam.
Mit dem Befehl "WDC\"
können Sie beliebige (Top)Fenster bei ihrem Erscheinen behandeln. Im Datenteil haben Sie die Möglichkeit, sowohl die zu
überwachenden Fenster als auch die Art der Behandlung wie folgt zu präzisieren:
Für jedes Fenster müssen
Sie Klasse und Beschriftung getrennt
durch Backslash angeben wie bei den Suchbefehlen (siehe "Suchbegriffe"). Danach und abgetrennt
durch einen Senkrechtstrich können Sie
- ein Kind- oder Enkelfenster
angeben, welches im gesuchten Fenster vorhanden
und sichtbar sein muß (die Beschreibung erfolgt wieder mittels Klasse und
Beschriftung). Anschließend und wiederum abgetrennt durch einen Senkrechtstrich können Sie
- ein Kind- oder Enkelfenster
angeben, welches im gesuchten Fenster nicht
vorhanden oder zumindest nicht sichtbar sein darf (die Beschreibung erfolgt
wieder mittels Klasse und Beschriftung). Schließlich müssen Sie noch -
abgetrennt durch Senkrechtstrich
- die Art der Behandlung
angeben. Dafür existieren folgende Möglichkeiten:
"c": Fenster schließen (Anwendung beenden),
"h": Fenster verstecken (unsichtbar machen),
"m": Fenster minimieren,
"r": Fenster restaurieren (minimiertes wieder anzeigen),
"s": Fenster wieder anzeigen, wenn unsichtbar,
"n": Fenster wieder anzeigen, aber nicht
aktivieren.
Wenn Sie ein Kindfenster nicht angeben
wollen oder müssen, tragen Sie nur einen Backslash an der entsprechenden Stelle ein; es müssen aber immer alle
Trennzeichen (Senkrechtstriche) vorhanden sein. Es können beliebig viele
Fenster angegeben werden; die einzelnen Einträge sind wie bei "DBC\" mittels der
Zeichenfolge "<>" zu trennen.
Wie bei "DBC\"
werden auch hier bei jeder Aktion bestimmte Parameter
zwischengespeichert, auf die Sie wie folgt Zugriff haben:
$wcw$ = Beschreibung des letzten Fenster,
$wcy$ = Beschreibung des "muß"-Kindfensters vom letzten Fenster,
$wcn$ = Beschreibung des "darf nicht"-Kindfensters vom letzten Fenster,
$wct$ = Zeitpunkt des letzten Klicks (kompatibel mit "GTD\").
Mit "WDC\vc"
können Sie die gespeicherten Werte löschen.
HINWEIS:
Manchmal werden Kindfenstereigenschaften erst während des
Erstellungsprozesses des Elternfensters präzisiert oder geändert. Deshalb kann es
notwendig sein, nach der Erkennung eines der Vorgabe entsprechenden
Topfensters die Prüfung der Kindfenster zu verzögern, um sicherzustellen, daß
diese auch ihre endgültigen Eigenschaften angenommen haben. Das ist möglich,
indem Sie am Ende des Datenteils und abgetrennt durch das Zeichen ("^") eine Verzögerungszeit in Millisekunden angeben.
Beispiel:
DVV\1
WDC\notepad\*|edit\*|\|c<>thunder&&form\analyzer!&&process|\|\|c
CAS\1
EXS\notepad
CAS\1
VAR\$$aaa=$wcw$
VAR\$$bbb=$wcy$
VAR\$$ccc=$wcn$
VAR\$$ddd=$wct$
WDC\vc
@
Mit "WDC\"
beenden Sie das Hilfsprogramm gezielt. Beim Beenden des Remote-
Programms wird es automatisch beendet.
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